Gesundes Brot

Deutschland ist Weltmeister im Fußball. Und im Brotverzehr. Und viele versuchen, gesundes Brot zu kaufen und zu verzehren.

Auf gesunde Zutaten beim Brotkauf achten

Doch noch lange nicht jede Brotsorte, die gesund aussieht, ist es gleichwohl. Eine knusprige Kruste darüber hinaus ein frischer Aroma sind lange kein Garant mehr dafür, dass wir uns damit etwas Gutes tun. Auch schöne Namen ebenso wie irreführende Siegel sagen wenig über die Qualität des jeweiligen Brotes aus. Wer auf Ausgewogenheit achten möchte, sollte in erster Linie Vollkornbrot zu sich nehmen.

Am Häufigsten wird Brot in Deutschland aus Weizen oder Roggen hergestellt. Trotzdem scheint das Brotangebot mittlerweile fast unüberschaubar geworden zu sein, was unter anderem verschiedenen Mischungsverhältnissen des Getreides geschuldet ist. Grundsätzlich gibt es folgende Sorten: Vollkornbrot, Mehrkornbrot, Weizenbrot und Mischbrot.

Vollkornbrot

Eine Faustregel ist: Je dunkler das Mehl, desto mehr Vollkorn ist enthalten. Je mehr volle Körner, desto mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthält das Brot und ist dementsprechend gesünder. Diese wichtigen Nährstoffe finden sich vermehrt in den Randschichten des Korns
Brot ist reich an Kohlenhydraten. Zu Unrecht werden sie als Dickmacher verkannt, denn im Vollkornbrot sind sie langkettig. Das bedeutet, der Magen verarbeitet sie sehr langsam. Der Blutzuckerspiegel steigt nur wenig. So wird nur wenig Insulin freigesetzt, wohingegen die Fettverbrennung auf Touren kommt. Besonders die im Brot enthaltenen Ballaststoffe machen es zu einem sehr gesunden Nahrungsmittel.

Achtung Gluten

Trotz all seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist Brot nicht für jedermann bekömmlich. Dazu gehören zum Beispiel Menschen, die an einer Zöliakie oder Sprue leiden. Sie vertragen das Klebereiweiß im Brot, das man Gluten nennt, nicht. Hauptsächlich ist es im Samen von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer enthalten.

300 Brotsorten in Deutschland

Deutschland ist mit über 300 verschiedenen Brotsorten Weltmeister. Da muss man schon genauer überlegen, für welche Variante man sich entscheidet. Keine unbedeutende Angelegenheit, immerhin verbraucht jeder von uns im Schnitt 87 kg Brot im Jahr. Und trotzdem regieren Aufback-Brötchen und Buttertoast die Küchen dieser Welt. Wir sagen: Da müssen Alternativen her! warum nicht einfach mal wieder selbst backen? Am einfachsten geht es mit einem Brotbackautomaten.

Brot nach dem Backen gut und rasch abkühlen lassen, und zwar in einem warmen Raum. Erst nach vollständigem Auskühlen einwickeln, dann kühl und trocken lagern, am besten bei 10 bis 15 Grad und nicht über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Wer sein Brot einfriert, sollte spezielle Gefrierbeutel nehmen und die Luft auspressen. In Scheiben geschnittenes Brot schimmelt schneller, deshalb ist es ratsam, es einzufrieren.

Brotkästen aus Email, Holz oder Keramik sollten stets sauber und trocken gehalten werden. Es empfiehlt sich, sie regelmäßig mit Essigwasser auszuwaschen. Früher hat man das Brot auf Holzgestellen mit Lattenböden gelagert, damit der Luftzug durchstreichen konnte. Die Brote durften nicht direkt aneinander oder übereinander liegen.

Am besten für die Verwertbarkeit der Vitalstoffe ist es, wenn man das Mehl zu Sauerteig verarbeitet. Echten Sauerteig wohlgemerkt, der nicht auf künstlichen Säuerungsmitteln, sondern auf den hauseigenen Hefe- und Milchsäurebakterien eines Bäckers basiert. Denn nur die können ein Enzym namens Phytase aktivieren, und hier ist bereits der Name das Programm: Das Enzym baut nämlich bis zu 80 Prozent der Phytate zu Produkten ab, die keinen Einfluss mehr auf die Mineralienverwertung haben. Brot aus echtem Sauerteig liefert also nicht nur viele Mineralstoffe, es sorgt auch für ihre Verwertbarkeit.

Reicht bei Weizenmehl auch reine Hefe als Triebmittel, benötigt Roggen die Milch- und Essigsäuren, welche von den Milchsäurebakterien des Sauerteigs produziert werden. Die Produktion erfolgt durch die Zersetzung von Zuckerstoffen im Mehl zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid.

Brot kann so lecker sein

Wann haben Sie zuletzt so lange auf einem puren Stück Brot gekaut, bis Sie die einzelnen Zutaten herausgeschmeckt haben? Mit labberigem Toastbrot aus der Plastiktüte macht das natürlich keinen Spaß. Das fällt eher in die Kategorie Unterlage. Aber so ein gewürztes Roggenvollkornbrot, ein italienisches Filone oder ein Dinkelstuten sind frisch auch ohne Belag ein Genuss.

Irgendein Brot ohne Zusatzstoffe beim Bäcker kaufen und essen. Vor allem nicht auf den Trugschluss hereinfallen, dass Vollkorn automatisch gleich “gesund” sei. Viele Menschen haben mit Vollkorn Verdauungsprobleme und bekommen davon schöne vollwertige Blähungen. Der Franzose und der Italiener essen nie Vollkornbrot und sterben auch nicht dahin wie die Fliegen.

Wem es beim Bäcker auf die Dauer zu teuer ist kann auch tolle Rezepte für den Brotbackautomaten ausprobieren.

P.S.: Wir backen mit einem Brotbackautomaten, dem Testsieger von Unold.